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Notarkosten beim Neubau: Was kostet das?

Unterzeichnung der notariellen Urkunden für den Kauf einer Neubauwohnung

Die Notarkosten gehören zu den am häufigsten missverstandenen Posten beim Immobilienkauf. Gute Nachricht für Käufer im Neubau: Sie sind deutlich niedriger als im Bestand. Im Folgenden wird erläutert, was sie umfassen, wie sie berechnet werden und wie viel Sie sparen.

Kurz gefasst

Beim Neubau machen die Notarkosten etwa 2 bis 3 % des Kaufpreises aus, gegenüber 7 bis 8 % im Bestand. Der Unterschied erklärt sich durch den steuerlichen Anteil (Grunderwerbsteuer), der im Neubau deutlich geringer ausfällt.

Woraus setzen sich die "Notarkosten" zusammen?

Der Begriff ist irreführend: Die Vergütung des Notars macht nur einen kleinen Teil aus. Man unterscheidet drei Bestandteile:

BestandteilFunktionGewicht
Steuern & AbgabenSteuerlicher Anteil, der an den Staat und die Kommunen abgeführt wirdDer größte Posten
AuslagenVom Notar vorgestreckte Kosten für die Vorbereitung der AkteGering
NotargebührenVergütung des Notars, gesetzlich durch einen landesweiten Tarif geregeltModerat

Es ist der steuerliche Anteil, der den entscheidenden Unterschied zwischen Neubau und Altbau ausmacht.

Warum ist es im Neubau günstiger?

Bei einem Verkauf im Zustand in Fertigstellung (VEFA) ist der steuerliche Anteil – der größte Posten – deutlich reduziert. Die Auslagen und die Gebühren des Notars bleiben dagegen durch einen einheitlichen bundesweiten Tarif geregelt. Ergebnis: Die Gesamtkosten sinken auf etwa 2 bis 3 % statt 7 bis 8 %.

Wie viel sparen Sie?

Der Unterschied zum Altbau beläuft sich häufig auf mehrere Tausend Euro. Bei gleichem Budget können diese eingesparten Tausend Euro Ihrem Projekt zugutekommen:

  • Zusätzliches Eigenkapital, um Ihre Bankunterlagen zu stärken.
  • Einbauküche, die im Neubau oft nicht enthalten ist.
  • Möbel, besonders nützlich bei einer möblierten Vermietung (LMNP).
  • Liquiditätsreserve, um Ihren Einzug entspannt anzugehen.

Lassen sich diese Kosten finanzieren?

In vielen Fällen bezieht die Bank die Notarkosten in die Finanzierung ein, abhängig von Ihrem Eigenkapital und Ihrem Profil. Da der genaue Betrag vom Objekt und vom Notar abhängt, empfehlen wir Ihnen, für die Budgetplanung eher einen Rechner zu nutzen als eine theoretische Berechnung.

Notarkosten und PTZ

Die reduzierten Notarkosten im Neubau und das zinslose Darlehen (PTZ) sind zwei getrennte Vorteile, die sich kombinieren lassen. Zusammen entlasten sie Ihr Eigenkapital doppelt: geringere Nebenkosten auf der einen Seite, eine zinsfreie Finanzierung auf der anderen.

Fazit

Im Neubau stellen die reduzierten Notarkosten (2 bis 3 %) einen automatischen Vorteil dar, der Ihr Eigenkapital entlastet und einen wieder investierbaren Betrag freisetzt. Schätzen Sie diese Kosten genau und prüfen Sie mit Ihrem Berater, ob sie in Ihre Finanzierung einbezogen werden können.

Häufige Fragen

Wie hoch sind die Notarkosten im Neubau im Jahr 2026?
Etwa 2 bis 3 % des Kaufpreises, gegenüber 7 bis 8 % im Altbau, da der steuerliche Anteil (Grunderwerbsteuer) dort deutlich reduziert ist. Der genaue Betrag hängt vom Objekt und vom Notar ab.
Warum sind die Notarkosten im Neubau niedriger?
Weil der steuerliche Anteil – der größte Posten – bei einem Verkauf im Zustand in Fertigstellung (VEFA) deutlich reduziert ist. Die Auslagen und Gebühren bleiben durch einen bundesweiten Tarif geregelt.
Woraus setzen sich die Notarkosten zusammen?
Aus drei Teilen: den Steuern und Abgaben (steuerlicher Anteil, der größte Posten), den Auslagen (vom Notar vorgestreckte Kosten) und den Notargebühren (seine Vergütung, geregelt durch einen bundesweiten Tarif).
Sind die Notarkosten im Neubau verhandelbar?
Die Gebühren richten sich nach einem bundesweiten Tarif, und der steuerliche Anteil ist festgelegt. Vor allem die Entscheidung für den Neubau (statt Altbau) senkt die Kosten.
Lassen sich die Notarkosten in das Darlehen einbeziehen?
Ja, in vielen Fällen bezieht die Bank sie in die Finanzierung ein, abhängig von Ihrem Eigenkapital und Ihrem Profil. Ein Berater klärt dies mit Ihnen und Ihrer Bank.

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